3 einfache Varianten gegen Datenverlust

Datenverlust vermeiden

Steuererklärungen, Angebote, Schriftwechsel mit Geschäftspartnern, all Deine geschriebenen Rechnungen, Ideen, Analysen, Auftragsarbeiten… Stell Dir vor, auf einen Schlag ist alles weg. Das wird richtig teuer und ich rede nicht nur vom finanziellen Schaden. Da kommen zwar einerseits locker 1500,- an Kosten zusammen, um zerstörte Festplatten oder USB-Sticks wiederherzustellen. Plus Zeit, viele Wochen, in denen Du nicht auf Deine Daten zugreifen kannst. Aber angenommen, sie sind nicht mehr zu retten, hast Du grad eventuell Dein komplettes Lebenswerk verloren. Außerdem fehlen Dir wichtige Daten für’s Finanzamt. Du kannst eventuell Fristen nicht mehr einhalten, musst eine Strafe zahlen und hast grad Monate umsonst gearbeitet. Last but not least kannst Du viele geschäftliche Vorgänge nicht mehr nachvollziehen. Der “worst Case” wäre, Dein Speichermedium ist nicht einfach nur kaputt gegangen, sondern Dein Büro hat gebrannt, es wurde eingebrochen und Dein PC gestohlen oder ein Virus hat Dein gesamtes System zerstört. Und nun?

Routine und Bequemlichkeit bringen uns ins Grab

Sei ehrlich, gedacht hast Du an all die Dinge schon mal, oder? Aber den Gedanken weiterdenken, ist unangenehm und außerdem ist das wie mit Autounfällen und schlimmen Krankheiten – passiert immer nur den anderen. Als Autorin des Artikels möchte ich ehrlich sein und Farbe bekennen. Ich habe selber bereits einen USB Stick verloren mit wichtigen Daten. Zwar nur in kleinem Stil, aber es hat mich eine gehörige Portion extra Arbeit gekostet, denn der Preis zur Datenrettung stand in keinem Verhältnis zum Aufwand. Aber ja, was habe ich mich geärgert. Und es war fraglos eigene Dummheit, bzw. oben genannte Bequemlichkeit. Und es war saublöd, an das ewige Leben eines USB-Sticks zu glauben 😉

Datensicherheit für Einzelunternehmer und KMU

Im Folgenden zeige ich Dir ein paar Möglichkeiten, wie Du Deine Daten so sicherst, dass Du zumindest den letzten Tag immer zurückholen kannst.

  1. Angenommen, Du bist Einzelunternehmer und hast als Einziger Zugriff auf Deine Daten, ist die günstigste Lösung, jeweils mit 3 Speichermedien zu arbeiten. Warum mit drei? Eines steckt und sichert die Daten des Tages, eines hast Du in Deiner Tasche bei Dir und eines liegt an einem geschützten Ort außerhalb Deines Büros. Ich finde hier den Einsatz von Festplatten klüger als USB-Sticks, denn die Platten haben mehr Speicherplatz für weniger Geld. Schau Dir mal die Toshiba Canvio Basics 1 TB externe Festplatte (6,4 cm (2,5 Zoll), USB 3.0) schwarz an. Sie kostet knapp über 50 Euro, ist schön handlich und es wird auf jeden Fall alles drauf passen. Ein Stick braucht schon ganz schön viel Speicherplatz. Ich habe Dir hier mal ein Modell mit 256 GB rausgesucht, nur das wird vielen schon gar nicht mehr reichen. Einmal zum Vergleich: SanDisk Ultra 256GB USB-Flash-Laufwerk USB 3.0 bis zu 100MB/Sek für knapp 75 Euro. Bedenke, Du brauchst immer jeweils 3 Stück für eine lückenlose Sicherung und um jede Eventualität auszuschließen.
  2. Dateien in der Cloud speichern. Wenn Du nicht gerade in Medizin oder Recht unterwegs bist oder anderen Berufen, die die Nutzung einer Cloud verbieten, empfehle ich Dir die beiden Giganten Microsoft OneDrive oder Dropbox. Bei Microsoft kannst Du sogar für gute 10 Euro pro Monat 1 TB Speicherplatz plus Office 365 zusammen buchen und von sämtlichen Geräten aus Deine Daten in den gängigen Office Anwendungen bearbeiten. Ich selbst arbeite gern so, dass der Kreis sich schließt und deshalb vorzugsweise auf einem Microsoft Surface Book 34,29 cm (13,5 Zoll) (Intel Core i7 6. Generation, 8GB RAM, 256GB SSD, Intel HD + NVIDIA GeForce, Win10 Pro), welches ich unterwegs zwecks Internetzugang mit meinem Handy koppel und so Präsentationen beim Kunden direkt aus der Cloud ablaufen lassen kann. Selbstverständlich gibt es beide vorgeschlagenen Clouds auch als App und in beiden Varianten kannst Du Daten für andere Nutzer freigeben.
  3. Wenn Du nicht den alleinigen Zugriff auf Daten hast, sondern ein paar Mitarbeiter beschäftigst, empfiehlt es sich schon, über ein professionelles Serversystem nachzudenken. Zusammen belegt Ihr eine Menge Speicherplatz. Ok, Du wirst Preise zwischen 2500,- und 4500,- Euro ansetzen müssen, aber Du kannst das Ganze dann auch bestimmt 10 Jahre nutzen. Sei Dir hier stets dessen bewusst, dass Du selbst noch so gut aufpassen kannst – aber wenn Dein Mitarbeiter ein Virus einschleppt, weil er vielleicht nur die falsche Mail geöffnet hat, dann siehst Du dennoch alt aus. Das Serversystem funktioniert ebenso über den Wechsel von Datenträgern. Was ihn so teuer macht, ist seine spezielle Konzipierung, denn er muss 24 Stunden am Stück laufen ohne zu überhitzen. Nimm hier also nicht das nächstbeste Billigmodell. Teile im Kopf einfach mal die Gesamtkosten durch 5-10 Jahre pro Tag. Du wirst sehen, Du sparst hier an der falschen Stelle, denn Dein Coffee2go vom Bäcker kostet mehr und den gönnst Du Dir schließlich auch, obwohl keine ganze Firma von ihm abhängt. Ich rate Dir hier auch dringend, Dich vom Fachmann beraten zu lassen.

 

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